Iman
Unsere Kämpferin


 

Iman lebt mit einem komplexen Fehlbildungssyndrom mit chromosomaler Anomalie. Trotzdem zeigt sie jeden Tag Neugier, Humor und Willenskraft.

Wer ist Iman? 

Iman Maryam El Fadili ist 20 Jahre alt und lebt in Wilhelmshaven. Sie ist ein fröhliches, neugieriges und sensibles Mädchen, das trotz schwerer Einschränkungen voller Lebenswillen ist. Iman hat eine Schwerbehinderung – sie kann weder laufen noch aktiv sprechen und ist auf umfassende Unterstützung angewiesen. Ihre Bedürfnisse kann sie nur mit Lauten und Gesten ausdrücken.

Bei ihr wurde ein komplexes Fehlbildungssyndrom mit einer chromosomalen Anomalie diagnostiziert. Medizinisch ist ihr Zustand schwer in Worte zu fassen, für ihre Familie jedoch bedeutet es vor allem eines: dass Iman täglich rund um die Uhr Fürsorge und Liebe braucht.


Ihr Alltag

Imans Alltag ist stark von Struktur geprägt. An Werktagen besucht Iman die Tagesförderstätte der GPS in Wilhelmshaven, wo sie gezielt gefördert wird. Morgens wird sie abgeholt, nachmittags wieder zurück nach Hause gebracht. Ihre Mutter Monika Rudnicki, die ausgebildete Sozialpädagogin ist, kümmert sich liebevoll um ihre Tochter. Als alleinerziehende Mutter trägt sie die Verantwortung im Alltag fast allein, unterstützt von Imans Großeltern, so gut es geht.

Auch Zuhause ist vieles eine Herausforderung: Jede Bewegung, jedes Umsetzen, Essen, Trinken oder auch die kleinsten Handgriffe müssen begleitet werden. Damit Iman sich wohlfühlt, braucht sie spezielle Hilfsmittel wie angepasste Kissen, Wasser oder Therapeutisches Reiten. Jede Förderung ist für sie wichtig, um kleine Fortschritte zu erzielen und ihre Gesundheit zu stabilisieren.

Imans Krankheit

Iman ist auf die Welt gekommen mit einer seltenen chromosomalen Veränderung. Diese führt dazu, dass sie in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung stark eingeschränkt ist. Sie kann ihre Muskeln nur begrenzt steuern, und selbst einfache Bewegungen wie Sitzen oder Greifen sind eine große Anstrengung.

Trotz dieser schweren Beeinträchtigung ist sie eine Kämpferin. Sie reagiert auf Nähe, auf vertraute Stimmen und zeigt mit ihren Gesten, wenn sie Freude empfindet.


Warum eine Delfintherapie?

Iman spricht nicht mit Worten, aber sie spricht mit ihren Augen und Gesten. Damit sie ihre Ausdrucksmöglichkeiten erweitern kann, ist jede besondere Therapie ein Hoffnungsschimmer. Besonders die Delfintherapie bietet Chancen: Sie verbindet körperliche Übungen mit der besonderen Motivation durch den Kontakt zu Delfinen. Für viele schwerbehinderte Kinder bedeutet diese Erfahrung kleine, aber wertvolle Fortschritte – wie mehr Beweglichkeit, Reaktionen, Gesten oder Blickkontakt.

Für Iman und ihre Familie ist diese Therapie ein Herzenswunsch. Denn jeder kleine Schritt bedeutet für sie mehr Lebensqualität und eine Stärkung ihrer Selbstständigkeit.